Desk Reject: der PhD-Cast

Desk Reject: der PhD-Cast

4 Jungforscher diskutieren über das tägliche (Über)leben im PhD Studium

Wen interessiert das eigentlich?

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Ein Rat den dir so gut wie jeder Akademiker auf die Frage gibt, ob du einen PhD anfangen sollst ist, dass du für ein Problem oder eine Fragestellung brennen musst. Denn ohne intrinsisch getriebener Interesse mindestens 3-6 Jahre deines Lebens einem Thema zu widmen, führt zwangsläufig nur zu Enttäuschung und Unglück. Aber reicht die Leidenschaft eine Frage zu beantworten, für eine langfristig erfolgreiche Karriere in der Forschung aus? Abgesehen davon, wie kommt man überhaupt an ein Thema, das einen persönlich antreibt und sich gleichzeitig für eine (oder noch besser, mehrere) publizierbare Ergebnisse eignet? In der aktuellen Folge unterhalten sich die Hosts in traditioneller 4er Konstellation über:

- die Rolle von intrinsischer Motivation in der eigenen Forschung
- wie sie an ihre derzeitigen Forschungsfragen gekommen sind
- wie wichtig Leidenschaft am eigenen Thema für eine wissenschaftliche Karriere ist
- ob der PhD der einzige Weg ist, um den eigenen Wissensdurst zu stillen und noch viel mehr

Außerdem berichtet Prof. Dr. Marc Gruber der École polytechnique fédérale de Lausanne im Gespräch mit dem Sopherl wie man die persönliche Leidenschaft für ein Forschungsthema in praxisrelevante Information übersetzen kann. Denn, optimalerweise profitiert man nicht nur selbst von der Auseinandersetzung mit einer Fragestellung, sondern teilt die Erkenntnisse auch mit dem Rest der Welt.

Die Folge über das Leben nach dem PhD

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Als PhD oder DoktorandIn ist man bereits relativ früh mit der Situation konfrontiert, sich Gedanken über die Zeit nach der Promotion zu machen. Zumindest in den Wirtschafts- Sozialwissenschaften, wo sich die Hosts heimisch fühlen, wird man oft bereits auf den ersten Konferenzen und Consortia gefragt, wie man sich auf den Jobmarkt vorbereitet und welchen Weg man einschlagen möchte. Dabei geht es nicht nur um das wo, also die Entscheidung, die Karriere in der Wissenschaft fortzusetzen oder in der Privatwirtschaft sein Glück zu versuchen, sondern auch um das wie. Begriffe wie "Postdoc", "Qualifikationsvereinbarung", "Tenure Track", etc. werden im wissenschaftlichen Betrieb ganz selbstverständlich verwendet und es obliegt der Nachwuchsforscherin in Erfahrung zu bringen, was dahinter steckt.

Zu diesem Thema sind die Hosts noch unqualifizierter als sonst, ihre Erfahrungen und Meinungen abzugeben. Deswegen hat sich das Desk Reject Team kompetente Hilfe organisiert und mit Dr. Kathrin Reinsberger der Wirtschaftsuniversität Wien eine erfahrene Postdoc Forscherin ins Studio eingeladen, bevor sie ihre neue Tenure Track Stelle an der Stockholm School of Economics antritt. Die Folge ist jedoch nicht nur wegen unserem geschätzten Gast etwas ganz Besonderes, sondern weil wir diesmal die altehrwürdige und wunderschöne Wienbibliothek als provisorisches Tonstudio verwenden durften.
In dieser Folge erklärt Dr. Reinsberger uns und euch:
- Ihren persönlichen Werdegang in der Wissenschaft
- Wie und wieso sie sich nach ihrem PhD für eine Postdoc Position an der WU entschieden hat
- Welche Wege PhDs und DoktorandInnen nach der Promotion offen stehen und wie man sich zwischen den Optionen entscheidet
- Was die Unterschiede im Forschungsalltag zwischen DoktorandInnen/PhDs und Postdocs ausmacht
- Was die Rollenbeschreibung eines Postdocs ist und wie sie sich von einer Tenure Track Position unterscheidet
und wie immer, noch viel mehr.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dr. Kathrin Reinsberger für Ihre Zeit und dem wertvollen Input, sowie bei Mag. Maren Waffenschmid für die Organisation und Zurverfügungstellung des Lesesaals an der Wienbibliothek.

Ausgleich - Privileg oder Notwendigkeit?

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Ausgleich ist wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden - das predigen vor Allem Personen, die scheinbar 30 Stunden am Tag zur Verfügung haben, davon werden 35 verwendet um produktiv zu sein. Auch als PhD ist das Thema Entspannung aus eigener Erfahrung ein schwieriges. Einerseits sollte man immer achtsam sein, vor lauter Deadlines und intensiver Datenanalyse nicht die sozialen Kontakte zu vernachlässigen und auf sich selbst zu schauen. Andererseits wird einem bei jeder Gelegenheit vorgehalten, wie hart die Konkurrenzsituation am akademischen Markt ist und dass man einfach nur bis zur Tenure Stelle durchpowern muss und dann kann man kurz den Stift fallen lassen. In dieser Folge erfahrt ihr, wie die 4 Hosts mit dem Thema Entspannung vs Leistungsdruck umgehen. Unter anderem wird besprochen:
- Wieso Entspannung im PhD überhaupt notwendig ist
- Die verschiedenen Herangehensweisen an den persönlichen Ausgleich
- Warum es manchmal schwer fällt, die Forschung loszulassen
Und noch viel mehr.

Diesmal wird nicht aus dem Tonstudio, nicht vom Home Office und nicht aus einem Konferenzraum, sondern vom Ötscher in Niederösterreich aus berichtet. Macht euch gefasst auf Insektensurren, Kuhglocken, Flussgeplätscher und leider auch hörbare Windböen.

Die Folge wo Hörer fragen und PhDs antworten

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In der heutigen Frage dreht sich alles um das Leben, das Leiden und die Freuden von DoktorandInnen. Man würde also meinen, die übliche Desk Reject Folge. Es sei jedoch gesagt, dass es sich hierbei um die einjährige Jubiläumsfolge unseres Podcasts handelt und deshalb haben sich diesmal nicht die Hosts, sondern unsere kleine aber feine Gemeinschaft an Hörern und Hörerinnen, die Themen ausgedacht. Wir haben einige Fragen von euch bekommen, die nicht nur unsere Hosts beantworten, sondern auch einige sehr geschätzten Kollegen aus verschiedenen Instituten an der Wirtschaftsuniversität Wien. Unter anderem wird behandelt:

- Wie man sich schon im Bachelorstudium auf eine PhD Stelle Vorbereiten kann
- Was eine DoktorandIn den ganzen Tag überhaupt macht
- Ob es überhaupt Bedarf für promovierte SozialwissenschaftlerInnen in der Privatwirtschaft gibt
- Tipps, für unentschlossene zukünftige DoktorandInnen

Die Folge ohne Tonstudio 2.0

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Nicht nur in der Privatwirtschaft sondern auch als JungforscherIn kämpft man ständig mit der eigenen Produktivität. Um zwischen Lehrtätigkeit, Institutsverpflichtungen und Forschungsarbeit die richtige Balance zu finden, muss man über gute Zeitmanagementfähigkeiten verfügen. Es hilft auch nicht, dass es in der Forschung keine monatlichen Sales KPIs gibt, sondern, dass Erfolg erst nach mehreren Jahren am gesammelten Output in Form eines Buches oder 2-4 Publikationen gemessen werden kann. Dadurch fällt es einfach, sich von offensichtlicheren Zeitfressern wie Youtube und Instagram, oder weniger offensichtlichen wie akademischen Lebensläufen und Twitterfeeds, ablenken zu lassen. Doch sich zu sehr in der Welt akademischer Literatur zu verlieren hat auch seine Tücken. Vor Allem, wenn man dadurch den Bezug zu den aktuellen Themen und Problemen verliert, welche die Welt außerhalb des akademischen Elfenbeinturms beschäftigt. In dieser Folge des Desk Reject Podcasts beschäftigen sich die Hosts daher im ersten Teil mit dem Thema Produktivität in der Wissenschaft, und im zweiten Teil mit Medienkonsum außerhalb des eigenen Forschungsfeld. Unter anderem besprechen die ModeratorInnen:
- Wie unterscheidet sich der Produktivitätsgedanke in der Wissenschaft von dem in der Praxis?
- Welche Produktivitätstipps konnten über die Jahre gesammelt werden?
- Wie wichtig ist es überhaupt, als DoktorandIn produktiv zu sein?
- Was sind Lieblingsablenkungen?
- Warum sollte man (keine) Tagesnachrichten konsumieren
Und wie immer, noch viel mehr.

An diesem Punkt nochmal ein großes Sorry für die ungewohnt schlechte Tonqualität. Wir haben unsere Corona-Studiosituation noch nicht ganz aussortiert.

Extern promovieren - Selbstverwirklichung oder Selbstüberschätzung?

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In der heutigen Folge behandeln wir eine unserer ersten Zuhöreranfragen: Promovieren als externe DoktorandIn. Damit meinen wir Personen, die nicht vollzeit an der Universität angestellt sind, sondern neben dem Verfassen der Dissertation (meistens) noch einen weiteren Beruf nebenbei verfolgen. Diese Situation ist laut einem aktuellen Bericht des bmdw alles andere als die Ausnahme, da circa zwei Drittel aller Doktoranden nicht als Universitätsassistent angestellt sind. Da die Hosts zu diesem Thema noch weniger zuverlässige Information teilen können, als zu den Themen der letzten Episoden des Podcasts, freuen wir uns sehr, dass wir uns einen waschechten externen Doktoranden ins Studio holen durften. Benjamin Monsorno promoviert derzeit am E&I Institut an der WU als externer Doktorand und gibt unter anderem Einblicke in die folgenden Themen:
- Wieso man neben einem full-time Job noch promovieren wollen würde?
- Wie sich das Arbeits- und Kollegenumfeld zwischen Praxis und Wissenschaft unterscheidet?
- Welche Erwartungen an das Doktorat wurden erfüllt und wo gab es die größten culture clashes?
- Was sind mögliche Ziele nach der Promotion?
- Was sind die größten Herausforderungen?
Und noch viel mehr.

Die Folge ohne Tonstudio

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Drei eurer vier Lieblings-DoktorandInnen senden heute aus dem Homeoffice und berichten von ihren ersten Erfahrungen als Universitätsangestellte in den eignen vier Wänden. So wie die Stimmung der Hosts in Zwangsquarantäne, schwankt leider auf die Tonqualität dieser Folge. Die derzeitige Situation verhindert den gewohnt feinen Desk Reject Sound aus dem WU Keller, stattdessen gibt es Kölner Dom Ambiente und Bürosesselgeräusche. Die Hosts wollten euch trotzdem ihre Gedanken zu den folgenden Themen nicht vorenthalten:

- Wie gestaltet man den universitären Alltag außerhalb des universitären Kontexts?
- Wie funktioniert Lehre auf Distanz?
- Wie kommen die Hosts mit der Forschung zurecht?
- Motivation hoch halten im Homeoffice
- Mögliche Vorteile und Chancen der Zwangsisolation
-Das Recht auf Unproduktivität

Und noch viele weitere Themen. Passt auf einander auf und bleibt gesund!

Desk Reject Trailer

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Desk Reject: der PhD-Cast kondensiert auf unter 5 Minuten, für alle die sich noch unschlüssig sind, ob wir eure Geschmacksknospen treffen

Duzen oder Siezen?

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In der 9. Folge des Desk Reject Podcasts dreht sich alles um den Umgang mit StudentInnen, sowohl im Hörsaal als auch Abseits davon. Vor allem im deutschsprachigen Raum verbringt man als junge ForscherIn mit Fixanstellung an einer Universität einen erheblichen Teil seiner Arbeitszeit als BetreuerIn, Lehrende aber auch als MentorIn mit Personen, in dessen Position man selber erst vor wenigen Jahren war. Dazu kommt, dass man dafür oft keine formale Einschulung durchläuft, geschweige denn eine pädagogische Ausbildung genossen hat. Während für viele ein Stoß ins kalte Wasser oft die beste Lernerfahrung ist, gibt es jedoch auch viele größere oder kleinere Fettnäpfchen in die man, vor Allem am Anfang, tappt.

Unter anderem sprechen die Hosts aus eigener Erfahrung an ihrer Universität in dieser Folge über:

- Wie sich das jeweilige Rollenverständnis zwischen StundentInnen und Lehrkraft ähnelt oder unterscheidet

- Wo jeder seine eigene Grenze im Umgang mit StudentInnen zieht

- Wie sich das Verhältnis zu den StudentInnen mit der Zeit und gewonnener Erfahrung ändert

- was die einpregsamsten Erlebnisse waren

- Die Vor- und Nachteile davon, dass man keine formale pädagogische Ausbildung durchlaufen hat

Und noch viele weitere Themen.

Besonders in dieser Folge muss erwähnt werden, dass die geteilten Einblicke sich hierbei rein auf die Eindrücke der 4 Hosts beziehen und keinesfalls als repräsentative für die WU, geschweige denn das gesamte deutschsprachige Universitätssystem, zu werten sind.

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Wenn euch gefällt was wir machen, dann würden wir uns sehr über eine kurze, nette Bewertung auf Apple Podcasts, Podchaser oder dem Player eurer Wahl freuen. Ein paar nette Worte der Anerkennung von unseren geschätzten Zuhörern ist das einzige um was wir für die Stunden an Vorbereitung, Aufnahme und Nacharbeit bitten.
Anregungen und Wünsche bitte an deskreject.podcast@gmail.com.
Beschwerden werden nur via Brieftaube entgegengenommen.

Die Publish-or-Perish Folge

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Zu allererst: Man kann für unseren Podcast beim Deutschen Podcast Preis 2020 abstimmen! Wir würden uns unheimlich über eure Unterstützung freuen. Es kostet euch lediglich einen klick auf den Link in den Shownotes und einen weiteren Klick auf den "Abstimmen" Button. Vielen Dank!

In dieser Folge wird nicht nur endlich aufgedeckt, was hinter dem Namen unseres Podcasts steckt. Die Hosts besprechen womöglich das wichtigste Thema für PhDs und DoktorantInnen, die ihre Karriere in der Wissenschaft nach der Promotion weiterführen möchten. Der Publikationsprozess und was dahintersteckt. Um dem kleine Problem entgegenzuwirken, dass die Hosts weder eine Publikation vorweisen können, noch ein Arbeitspapier im Prozess der Publikation ist, freuen wir uns über ein weiteres tolles Gastinterview. Prof. Jelena Spanjol, Editor-in-Chief des A+ Journals "Journal for Product Innovation Management" und Innovation Management Institutsvorstand an der LMU München, erklärt in einem kurzen Interview was in der Zeit zwischen Einreichung und Publikation passiert und auf was PhDs und DoktorantInnen besonderen Wert legen sollten.

In dieser Folge wird unter anderem Besprochen:
- Wie bei den Hosts die Publikationspflicht aussieht
- Wie der Publikationsprozess von Einreichung bis Veröffentlichung abläuft
- Was es mit Journal Rankings auf sich hat
- Wie und wieso man als PhD andere Paper reviewen sollte
und noch vieles mehr.

Links:
- Deutscher Podcast Preis: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/desk-reject-der-phd-cast/
- Wissen Schafft Wege: https://wissen-schafft-wege.com/
Publishing in AMJ Series: http://aom.org/Publications/AMJ/Author-Resources.aspx

Über diesen Podcast

Im podcast "Desk Reject: der PhD-Cast" unterhalten sich die 4 Nachwuchsforscher Sopherl, Sasha, Didi und Boris über alles was angehende, derzeitige oder bereits promovierte PhD oder Doktoratskandidaten beschäftigt. Unter anderem werden Themen angesprochen wie:

- Wieso überhaupt einen PhD oder einen Doktor machen?
- Mit was möchte man sich beschäftigen?
- Mit was beschäftigt man sich tatsächlich?
- Wie geht man mit der Einsamkeit und Ängsten um?
- Wie vereint man Forschung mit Lehrverpflichtung?

Wir finden uns, mehr oder weniger, regelmäßig in, mehr oder weniger, der selben Konstellation im Keller der Wirtschaftsuniversität Wien ein um unsere Halbweisheiten mit der Welt zu teilen.

Disclaimer: Wir übernehmen keine Haftung für den Wahrheitsgehalt unserer Aussagen und raten Zuhöreren davon ab, wichtige Entscheidungen aufgrund unserer Ratschläge zu treffen.

von und mit Sopherl, Sasha, Didi und Boris

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