Desk Reject: der PhD-Cast

Desk Reject: der PhD-Cast

4 Jungforscher diskutieren über das tägliche (Über)leben im PhD Studium

Ist jetzt endlich mal 2021?

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Das Jahr neigt sich endlich langsam dem Ende zu. Deswegen haben sich Sopherl, Sasha, Didi und Boris zusammengetan um sich für das Jahr 2020 gebührend bei unseren geliebten HörerInnen zu verabschieden - mit Bier, Honiglikör, jeder Menge Beschwerden und Boris Roasting. In dieser Folge lassen die Hosts, in Form eines Briefes an sich selbst, das Jahr Revue passieren und sprechen darüber:
• Wieso virtuelle Konferenzen gerne so schnell wieder verschwinden können wie sie gekommen sind
• Was sie über die letzten Jahre als PhD gelernt und vergessen haben
• Wo sie sich in Zukunft verbessern wollen
• Wie groß der Teich sein sollte
• Was der Podcast für sie bedeutet und wie es überhaupt dazu kam

Außerdem gibt es ein tolles Gewinnspiel für euch! Wenn ihr die Chance nutzen wollt, eine Desk Reject MNS Maske von maskee.me zu gewinnen, dann hört bis zum Schluss durch um die Teilnahmebedingungen zu erfahren.

In diesem Sinne, einen guten Rutsch und bis im nächsten Jahr, eure Desk Reject Hosts

Die Folge über Datenquellen und Datenqualen

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Die Forschungsfrage für das Dissertations- oder Publikationsprojekt wird von der Forscherin gründlich erarbeitet, getrieben von einem Problem was sie Nachts nicht schlafen lässt. Penibel wird die Frage mit Bezug auf die aktuellsten und wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse daraufhin geschärft, eine bedeutsame Forschungslücke zu füllen. Das theoretische Modell steht und Hypothesen wurden anhand der relevanten Theorie abgeleitet. Danach wird ähnlich akkurat am Forschungsdesign gearbeitet: Pre-tests werden durchgeführt, das Forschungsdesign nachjustiert und schlussendlich können im Rahmen eines randomisierten Experiments die Daten erhoben werden. So ähnlich wird vielen angehenden Jungforscherinnen erklärt, wie man entlang eines (deduktiven) wissenschaftlichen Prozesses an Daten gelangt, um die eigene empirische Forschung durchzuführen. In der Praxis sieht das Forscherinnenleben jedoch oft ganz anders aus. Abgesehen davon, dass randomisierte Experimente nur eines der Werkzeuge im Methodenbaukasten von Wissenschaftlerinnen ist, variiert die Sequenz der Schritte von Forschungsfrage bis zur Datenakquise und -analyse teilweise drastisch.

Auch bei den Hosts läuft die Forschung nicht ganz nach dem oben beschriebenen Standards. In dieser Folge dreht sich darum alles um das Thema Daten. Die Hosts unterhalten sich darüber:
• Welche Daten sie für ihre aktuellen Projekte verwenden
• Wie und wann sie an die Daten dafür gekommen sind
• Herausforderungen in der Akquise und Analyse verschiedener Datenquellen
• Welche Art von Daten sie gerne in der Zukunft analysieren möchten
Die geteilten Erkenntnisse sind wie immer nur eine Momentaufnahme basierend auf den subjektiven Erfahrungen der Hosts. Natürlich gibt es noch viele weitere Datenquellen, Analyseverfahren und Projektverläufe. Selbst wenn die Hosts weniger planlos wären, könnte man das Thema im Rahmen einer 40-minütigen Podcastfolge jedoch nicht gebührend behandeln.

Die Folge über die Signifikanz des Schreibens

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Das Schreiben ist des Akademikers Lust - würde man zumindest annehmen. Für viele JungforscherInnen weicht die Schreibfreude schnell der Schreibangst, meistens nach einer gesunden Portion Feedback des Supervisors auf das erste Proposal. Die Versuchung ist daraufhin groß, sich in andere Tätigkeiten zu flüchten. Von Artikel und Bücher lesen, zu Datenanalyse oder Lehre - viele klassische Ablenkungen wurden auch schon im Podcast besprochen. Die zahlreichen Symposien und Artikel zur Bedeutung regelmäßiger Schreibarbeit mit den obligatorischen 5-10 Quicktipps lassen darauf schließen, dass dieses Dilemma auch bei arrivierteren Forschern besteht. In der aktuellen Desk Reject Folge befassen sich die 4 Hosts deshalb mit eben diesem Thema. Unter anderem sprechen sie darüber:
• Wieso es so wichtig ist, das Erforschte in Schriftform festzuhalten
• Warum es oft schwerfällt, regelmäßig zu schreiben
• Die Unterschiede verschiedener Schreibstile und deren Anwendungsbereiche
• Tipps, welche die Hosts gerne geben, aber selten selber befolgen

Diese Folge wurde aufgrund der strengeren Lockdownbestimmungen in den Eigenheimen, bzw. dem Eigenbüro, der Hosts aufgenommen. Wir entschuldigen uns daher zum wiederholten Mal für die suboptimale Tonqualität. Wir hoffen dies mit mittelmäßiger Inhaltsqualität wettmachen zu können.

Wen interessiert das eigentlich?

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Ein Rat den dir so gut wie jeder Akademiker auf die Frage gibt, ob du einen PhD anfangen sollst ist, dass du für ein Problem oder eine Fragestellung brennen musst. Denn ohne intrinsisch getriebener Interesse mindestens 3-6 Jahre deines Lebens einem Thema zu widmen, führt zwangsläufig nur zu Enttäuschung und Unglück. Aber reicht die Leidenschaft eine Frage zu beantworten, für eine langfristig erfolgreiche Karriere in der Forschung aus? Abgesehen davon, wie kommt man überhaupt an ein Thema, das einen persönlich antreibt und sich gleichzeitig für eine (oder noch besser, mehrere) publizierbare Ergebnisse eignet? In der aktuellen Folge unterhalten sich die Hosts in traditioneller 4er Konstellation über:

- die Rolle von intrinsischer Motivation in der eigenen Forschung
- wie sie an ihre derzeitigen Forschungsfragen gekommen sind
- wie wichtig Leidenschaft am eigenen Thema für eine wissenschaftliche Karriere ist
- ob der PhD der einzige Weg ist, um den eigenen Wissensdurst zu stillen und noch viel mehr

Außerdem berichtet Prof. Dr. Marc Gruber der École polytechnique fédérale de Lausanne im Gespräch mit dem Sopherl wie man die persönliche Leidenschaft für ein Forschungsthema in praxisrelevante Information übersetzen kann. Denn, optimalerweise profitiert man nicht nur selbst von der Auseinandersetzung mit einer Fragestellung, sondern teilt die Erkenntnisse auch mit dem Rest der Welt.

Die Folge über das Leben nach dem PhD

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Als PhD oder DoktorandIn ist man bereits relativ früh mit der Situation konfrontiert, sich Gedanken über die Zeit nach der Promotion zu machen. Zumindest in den Wirtschafts- Sozialwissenschaften, wo sich die Hosts heimisch fühlen, wird man oft bereits auf den ersten Konferenzen und Consortia gefragt, wie man sich auf den Jobmarkt vorbereitet und welchen Weg man einschlagen möchte. Dabei geht es nicht nur um das wo, also die Entscheidung, die Karriere in der Wissenschaft fortzusetzen oder in der Privatwirtschaft sein Glück zu versuchen, sondern auch um das wie. Begriffe wie "Postdoc", "Qualifikationsvereinbarung", "Tenure Track", etc. werden im wissenschaftlichen Betrieb ganz selbstverständlich verwendet und es obliegt der Nachwuchsforscherin in Erfahrung zu bringen, was dahinter steckt.

Zu diesem Thema sind die Hosts noch unqualifizierter als sonst, ihre Erfahrungen und Meinungen abzugeben. Deswegen hat sich das Desk Reject Team kompetente Hilfe organisiert und mit Dr. Kathrin Reinsberger der Wirtschaftsuniversität Wien eine erfahrene Postdoc Forscherin ins Studio eingeladen, bevor sie ihre neue Tenure Track Stelle an der Stockholm School of Economics antritt. Die Folge ist jedoch nicht nur wegen unserem geschätzten Gast etwas ganz Besonderes, sondern weil wir diesmal die altehrwürdige und wunderschöne Wienbibliothek als provisorisches Tonstudio verwenden durften.
In dieser Folge erklärt Dr. Reinsberger uns und euch:
- Ihren persönlichen Werdegang in der Wissenschaft
- Wie und wieso sie sich nach ihrem PhD für eine Postdoc Position an der WU entschieden hat
- Welche Wege PhDs und DoktorandInnen nach der Promotion offen stehen und wie man sich zwischen den Optionen entscheidet
- Was die Unterschiede im Forschungsalltag zwischen DoktorandInnen/PhDs und Postdocs ausmacht
- Was die Rollenbeschreibung eines Postdocs ist und wie sie sich von einer Tenure Track Position unterscheidet
und wie immer, noch viel mehr.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dr. Kathrin Reinsberger für Ihre Zeit und dem wertvollen Input, sowie bei Mag. Maren Waffenschmid für die Organisation und Zurverfügungstellung des Lesesaals an der Wienbibliothek.

Ausgleich - Privileg oder Notwendigkeit?

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Ausgleich ist wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden - das predigen vor Allem Personen, die scheinbar 30 Stunden am Tag zur Verfügung haben, davon werden 35 verwendet um produktiv zu sein. Auch als PhD ist das Thema Entspannung aus eigener Erfahrung ein schwieriges. Einerseits sollte man immer achtsam sein, vor lauter Deadlines und intensiver Datenanalyse nicht die sozialen Kontakte zu vernachlässigen und auf sich selbst zu schauen. Andererseits wird einem bei jeder Gelegenheit vorgehalten, wie hart die Konkurrenzsituation am akademischen Markt ist und dass man einfach nur bis zur Tenure Stelle durchpowern muss und dann kann man kurz den Stift fallen lassen. In dieser Folge erfahrt ihr, wie die 4 Hosts mit dem Thema Entspannung vs Leistungsdruck umgehen. Unter anderem wird besprochen:
- Wieso Entspannung im PhD überhaupt notwendig ist
- Die verschiedenen Herangehensweisen an den persönlichen Ausgleich
- Warum es manchmal schwer fällt, die Forschung loszulassen
Und noch viel mehr.

Diesmal wird nicht aus dem Tonstudio, nicht vom Home Office und nicht aus einem Konferenzraum, sondern vom Ötscher in Niederösterreich aus berichtet. Macht euch gefasst auf Insektensurren, Kuhglocken, Flussgeplätscher und leider auch hörbare Windböen.

Die Folge wo Hörer fragen und PhDs antworten

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In der heutigen Frage dreht sich alles um das Leben, das Leiden und die Freuden von DoktorandInnen. Man würde also meinen, die übliche Desk Reject Folge. Es sei jedoch gesagt, dass es sich hierbei um die einjährige Jubiläumsfolge unseres Podcasts handelt und deshalb haben sich diesmal nicht die Hosts, sondern unsere kleine aber feine Gemeinschaft an Hörern und Hörerinnen, die Themen ausgedacht. Wir haben einige Fragen von euch bekommen, die nicht nur unsere Hosts beantworten, sondern auch einige sehr geschätzten Kollegen aus verschiedenen Instituten an der Wirtschaftsuniversität Wien. Unter anderem wird behandelt:

- Wie man sich schon im Bachelorstudium auf eine PhD Stelle Vorbereiten kann
- Was eine DoktorandIn den ganzen Tag überhaupt macht
- Ob es überhaupt Bedarf für promovierte SozialwissenschaftlerInnen in der Privatwirtschaft gibt
- Tipps, für unentschlossene zukünftige DoktorandInnen

Die Folge ohne Tonstudio 2.0

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Nicht nur in der Privatwirtschaft sondern auch als JungforscherIn kämpft man ständig mit der eigenen Produktivität. Um zwischen Lehrtätigkeit, Institutsverpflichtungen und Forschungsarbeit die richtige Balance zu finden, muss man über gute Zeitmanagementfähigkeiten verfügen. Es hilft auch nicht, dass es in der Forschung keine monatlichen Sales KPIs gibt, sondern, dass Erfolg erst nach mehreren Jahren am gesammelten Output in Form eines Buches oder 2-4 Publikationen gemessen werden kann. Dadurch fällt es einfach, sich von offensichtlicheren Zeitfressern wie Youtube und Instagram, oder weniger offensichtlichen wie akademischen Lebensläufen und Twitterfeeds, ablenken zu lassen. Doch sich zu sehr in der Welt akademischer Literatur zu verlieren hat auch seine Tücken. Vor Allem, wenn man dadurch den Bezug zu den aktuellen Themen und Problemen verliert, welche die Welt außerhalb des akademischen Elfenbeinturms beschäftigt. In dieser Folge des Desk Reject Podcasts beschäftigen sich die Hosts daher im ersten Teil mit dem Thema Produktivität in der Wissenschaft, und im zweiten Teil mit Medienkonsum außerhalb des eigenen Forschungsfeld. Unter anderem besprechen die ModeratorInnen:
- Wie unterscheidet sich der Produktivitätsgedanke in der Wissenschaft von dem in der Praxis?
- Welche Produktivitätstipps konnten über die Jahre gesammelt werden?
- Wie wichtig ist es überhaupt, als DoktorandIn produktiv zu sein?
- Was sind Lieblingsablenkungen?
- Warum sollte man (keine) Tagesnachrichten konsumieren
Und wie immer, noch viel mehr.

An diesem Punkt nochmal ein großes Sorry für die ungewohnt schlechte Tonqualität. Wir haben unsere Corona-Studiosituation noch nicht ganz aussortiert.

Extern promovieren - Selbstverwirklichung oder Selbstüberschätzung?

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In der heutigen Folge behandeln wir eine unserer ersten Zuhöreranfragen: Promovieren als externe DoktorandIn. Damit meinen wir Personen, die nicht vollzeit an der Universität angestellt sind, sondern neben dem Verfassen der Dissertation (meistens) noch einen weiteren Beruf nebenbei verfolgen. Diese Situation ist laut einem aktuellen Bericht des bmdw alles andere als die Ausnahme, da circa zwei Drittel aller Doktoranden nicht als Universitätsassistent angestellt sind. Da die Hosts zu diesem Thema noch weniger zuverlässige Information teilen können, als zu den Themen der letzten Episoden des Podcasts, freuen wir uns sehr, dass wir uns einen waschechten externen Doktoranden ins Studio holen durften. Benjamin Monsorno promoviert derzeit am E&I Institut an der WU als externer Doktorand und gibt unter anderem Einblicke in die folgenden Themen:
- Wieso man neben einem full-time Job noch promovieren wollen würde?
- Wie sich das Arbeits- und Kollegenumfeld zwischen Praxis und Wissenschaft unterscheidet?
- Welche Erwartungen an das Doktorat wurden erfüllt und wo gab es die größten culture clashes?
- Was sind mögliche Ziele nach der Promotion?
- Was sind die größten Herausforderungen?
Und noch viel mehr.

Die Folge ohne Tonstudio

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Drei eurer vier Lieblings-DoktorandInnen senden heute aus dem Homeoffice und berichten von ihren ersten Erfahrungen als Universitätsangestellte in den eignen vier Wänden. So wie die Stimmung der Hosts in Zwangsquarantäne, schwankt leider auf die Tonqualität dieser Folge. Die derzeitige Situation verhindert den gewohnt feinen Desk Reject Sound aus dem WU Keller, stattdessen gibt es Kölner Dom Ambiente und Bürosesselgeräusche. Die Hosts wollten euch trotzdem ihre Gedanken zu den folgenden Themen nicht vorenthalten:

- Wie gestaltet man den universitären Alltag außerhalb des universitären Kontexts?
- Wie funktioniert Lehre auf Distanz?
- Wie kommen die Hosts mit der Forschung zurecht?
- Motivation hoch halten im Homeoffice
- Mögliche Vorteile und Chancen der Zwangsisolation
-Das Recht auf Unproduktivität

Und noch viele weitere Themen. Passt auf einander auf und bleibt gesund!

Über diesen Podcast

Im podcast "Desk Reject: der PhD-Cast" unterhalten sich die 4 Nachwuchsforscher Sopherl, Sasha, Didi und Boris über alles was angehende, derzeitige oder bereits promovierte PhD oder Doktoratskandidaten beschäftigt. Unter anderem werden Themen angesprochen wie:

- Wieso überhaupt einen PhD oder einen Doktor machen?
- Mit was möchte man sich beschäftigen?
- Mit was beschäftigt man sich tatsächlich?
- Wie geht man mit der Einsamkeit und Ängsten um?
- Wie vereint man Forschung mit Lehrverpflichtung?

Wir finden uns, mehr oder weniger, regelmäßig in, mehr oder weniger, derselben Konstellation im Keller der Wirtschaftsuniversität Wien ein, um unsere Halbweisheiten mit der Welt zu teilen.

Disclaimer: Wir übernehmen keine Haftung für den Wahrheitsgehalt unserer Aussagen und raten Zuhöreren davon ab, wichtige Entscheidungen aufgrund unserer Ratschläge zu treffen.

von und mit Sopherl, Sasha, Didi und Boris

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